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Wir brauchen keine Almosen. Selbst sind wir stark.

Ein Wiener Kaffeehaus hat die Preise für den Cappuccino um 18,5% erhöht, allerdings nur für Männer. Um zu demonstrieren, um wie viel weniger Frauen verdienen diese bekommen den Kaffee nach wie vor zum alten Preis. Eine originelle Idee, die im Alltag aufzeigt, wie sehr Frauen immer noch beruflich benachteiligt sind. Es ist dringlich an der Zeit, die Löhne anzupassen und gleichzeitig die Lohnnebenkosten deutlich zu senken. Österreich hat die höchsten Lohnnebenkosten unter den Industriestaaten. Wir Frauen müssen und sollen aber nicht nur auf Quoten und Gesetzesänderungen warten: Selbstbewusst fordern, Unternehmen gründen, Widerstand wagen und verstärkt Berufe ergreifen, die früher ausschließlich Männersache waren. Das erfordert ein Umdenken.
An den Schulen, bei den Eltern, bei den Arbeitgebern. Das wird meine Aufgabe in den kommenden Jahren sein. Mehr Frauen in die Vollzeit, mehr weibliche Lehrlinge in Männerberufen, mehr junge Masterakademikerinnen, Chemikerinnen, Biologinnen und Technikerinnen.
 

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